Die Vier Bäume von Asatru


Da in alten Zeiten die Religion nicht zentral definiert war und auch nicht sein sollte, sehen wir heute lange Diskussionen um ihre Bedeutung. Grundsätzlich kann man zwei Lager erkennen: Den rekonstruktiven Ansatz und den anachronistischen
Anachronisten wollen wieder so leben wie die Wikinger im 9ten Jahrhundert.
Rekonstruktionisten nehmen die Werte der Religion und erkennen an, daß die Zeiten und Sitten vorangeschritten sind. Grundsätzlich muß man daher einen Kern identifizieren, da Worte sonst ihren deskriptiven Sinn verlieren.

Da Asatru regional war und auch nur regional wieder voll aufleben kann müssen wir die regionalen Unterschiede in ihrem Wert erkennen und zugleich entdecken,  welches der  gemeinsame Kern von Asatru ist. Dann können wir unsere regionalen Asatrudialekte leben und genießen und wissen doch, daß wir eine globale Asatrugemeinde sind.

Generell hat der Kern von Asatru vier Punkte (englisch: Bedpost Theory): die Götter, die großen Gottesdienste, das tugendhafte Leben, und die historisch/archäologische Revitalisierung. Im folgenden sollen diese vier Kernpunkte etwas eingehender betrachtet werden.

Neben diesen vier Kernstücken gibt es noch viele wichtige Bestandteile im Asatru: die Runen, Seidh, Galdorgesang, Spae, Heilige Haine, Utisetta, Familientraditionen,  etc.

Es sei aber nocheinmal darauf hingewiesen, daß ohne die vier Kernstücke Asatru nicht sein kann.

Diese vier Punkte sind der Prüfstein.    

Dirk E. Mahling


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